Zwischenlagegitter - vielseitig, wiederverwendbar und kostengünstig

Aktualisiert: Mai 12

In unserem letzten TiBLOG-Beitrag haben wir über den Schutz beim Transport der frisch hergestellten Produkte mittels Oberflächenschutznetzen gesprochen. Neben dieser Form des Schützens gibt es noch eine weitere Methode, wie Sie Ihre Produkte gegen Verkratzen, Schlag- oder Stoßschäden sichern können.


Mit Hilfe unserer Zwischenlagegitter, auch einfach Gittermatten genannt, können Sie Ihre Produkte einfach und sicher schützen, indem Sie diese als Trennung zwischen die Werkstücke legen.

Verwendung finden sie beispielsweise in Gitterboxen, Transportkörben oder einfach auf Paletten.



Verschiedene Materialien für verschiedene Einsatzzwecke

Die Gittermatten gibt es in unterschiedlichen Materialien. Das gängigste ist Polyethylen (PE), wobei hier noch in LDPE (weich), MDPE (mittel) und HDPE (hart) unterschieden wird. Durch den größten Marktanteil zählt es zu den günstigsten Zwischenlagegittern. Ein weiterer Vorteil ist, dass gerade LDPE und MDPE sehr flexibel sind und sich so auch leicht verschiedenen Konturen anpassen können. PE hat einen entscheidenden Nachteil, denn es ist sehr glatt und daher nur bedingt bis gar nicht rutschhemmend. Dies ist zwar für viele nicht von Bedeutung, aber es muss bei der Materialauswahl berücksichtigt werden. Wer also eine rutschhemmende Gittermatte braucht, der sollte zu EVA greifen.


Rutschhemmend und sehr flexibel

Die weichste Gittermatte im Sortiment besteht aus Ethylenvinylacetat, kurz EVA genannt. Ein Vorteil bei diesem Material besteht darin, dass es sehr flexibel ist, ca. dreimal so flexibel wie LDPE, und sich daher perfekt für Produkte mit unter-schiedlichen Konturen und Formen eignet. Ein weiterer Vorteil ist die rutsch-hemmende Wirkung, die dafür sorgt, dass Ihre Produkte nicht so einfach verrutschen können und so beim Transport ein besserer Halt gewährleistet wird. Gerade bei lackierten, hochglanzpolierten oder empfindlichen Teilen, wie frisch gegossenes Aluminium, wird EVA häufig beim Transport eingesetzt.


Bei den ganzen Vorteilen von EVA gibt es allerdings auch zwei Nachteile. Der Hauptnachteil ist der fast doppelt so hohe Preis gegenüber einer Matte aus LDPE mit den gleichen Spezifikationen. Ein weiterer Nachteil ist die geringe Wärmebeständigkeit von nur 65°C, im Vergleich LDPE mit 80°C und HDPE bis zu 100°C. Gerade wenn Ihre Teile hinterher gereinigt werden müssen, reichen 65°C Hitzebeständigkeit oftmals nicht aus, weswegen Gittermatten aus EVA für solche Zwecke nicht geeignet sind. Wer Produkte herstellt, die im nachhinein nochmals gereinigt werden müssen, der greift besser zu Waschgittern aus Polypropylen (PP) oder Polyamid (PA). Diese werden wir in einem gesonderten Blogeintrag noch einmal genauer erklären. Ebenso gehen wir auf die Vielzahl der Möglichkeiten von Kunststoffgittern im täglichen Leben ein. 


Bis dahin, bleiben Sie bitte gesund! Ihr Paul Heinrich Tiller

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